Herbstliche Gartenpflege: Bewässerung anpassen statt abstellen

Herbstliche Gartenpflege Bewässerung anpassen statt abstellen

Der Herbst markiert nicht das sofortige Ende der Gartenbewässerung – im Gegenteil: In dieser Übergangszeit ist eine gezielte Anpassung des Bewässerungsverhaltens notwendig.

Pflanzen benötigen nach wie vor Wasser, allerdings in geringeren Mengen und in größeren Abständen. Eine zu frühe oder zu abrupte Einstellung der Wasserversorgung kann langfristige Schäden verursachen, insbesondere bei empfindlichen oder immergrünen Pflanzen.

In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie Ihre Bewässerung im Herbst fachgerecht anpassen, statt sie voreilig komplett auszuschalten.

Warum ist eine effiziente Bewässerung bei Hitzewellen wichtig?

Bei anhaltender Hitze verdunstet Wasser besonders schnell, sodass herkömmliche Bewässerungsmethoden oft nicht ausreichen. Pflanzen trocknen schneller aus, und der Boden verliert seine Feuchtigkeit in kürzester Zeit. Eine gezielte Bewässerung sorgt dafür, dass Pflanzen genau die Wassermenge erhalten, die sie benötigen, ohne wertvolle Ressourcen zu verschwenden.

Wie sich der Wasserbedarf im Herbst verändert

Mit sinkenden Temperaturen und kürzeren Tagen verlangsamt sich der Stoffwechsel der meisten Pflanzen. Das Wachstum wird eingestellt, die Verdunstungsrate nimmt ab. Dennoch bleibt die Wasseraufnahme über die Wurzeln bestehen – insbesondere für die Einlagerung von Nährstoffen und die Vorbereitung auf den Winter.

Wichtig ist: Der Boden trocknet in kühlen Nächten langsamer aus, aber besonders bei trockenem Herbstwetter oder in windgeschützten Lagen kann die oberste Bodenschicht stark austrocknen. Eine differenzierte Betrachtung ist daher erforderlich.

Praktische Hinweise:

  • Reduzieren Sie die Bewässerung langsam, anstatt sie abrupt zu stoppen.

  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Bodenfeuchte, z. B. mit einer Spatensonde oder einem Feuchtemesser.

  • Beobachten Sie die Pflanzen genau: Schlaffe, welkende Blätter können auch im Herbst ein Zeichen für Trockenstress sein – nicht nur im Sommer.

Zeiten und Intervalle für die Übergangszeit richtig einstellen

In der Übergangszeit von Spätsommer zu Herbst ist nicht nur die Menge des Wassers entscheidend, sondern auch die Tageszeit der Bewässerung. Während im Sommer oft früh morgens oder abends gewässert wurde, gelten im Herbst angepasste Regeln:

✅ Bewässerung idealerweise am späten Vormittag: So hat das Wasser Zeit, in den Boden einzudringen, ohne über Nacht auf der Pflanze zu verbleiben – das reduziert Pilzgefahr.

✅ Längere Intervalle zwischen den Bewässerungsvorgängen: Statt täglich oder alle zwei Tage zu gießen, reichen im Herbst oft einmal wöchentlich oder sogar alle 10 bis 14 Tage – abhängig von Witterung und Bodenart.

✅ Kürzere Laufzeiten im automatisierten System: Reduzieren Sie schrittweise die Betriebsdauer der Ventile oder Tropfer, um den sinkenden Bedarf auszugleichen.

Wenn Sie ein automatisches Bewässerungssystem verwenden, sollten Sie jetzt die Programmierung anpassen oder bei smarten Systemen ggf. in den „Herbstmodus“ wechseln – falls verfügbar.

Welche Pflanzen weiterhin regelmäßig Wasser benötigen

Nicht alle Pflanzen reduzieren ihren Wasserbedarf im Herbst gleichermaßen. Einige Gruppen benötigen auch bei niedrigen Temperaturen weiterhin regelmäßige, aber maßvolle Wassergaben. Dazu zählen insbesondere:

Immergrüne Pflanzen
  • Arten wie Kirschlorbeer, Rhododendron, Thuja oder Eibe verdunsten auch im Winter über ihre Blätter Wasser.

  • Bei unzureichender Bodenfeuchte kann es in frostfreien Perioden zur sogenannten „Frosttrocknis“ kommen – die Pflanze verdunstet Wasser, kann aber keines aufnehmen, weil der Boden gefroren ist.

  • Gießen Sie diese Pflanzen bis zum ersten Frost regelmäßig bei trockenem Wetter.

Neupflanzungen (z. B. Hecken, Gehölze)
  • Pflanzen, die im Frühling oder Sommer gesetzt wurden, haben in der Regel noch kein ausgebildetes, tiefreichendes Wurzelsystem.

  • Diese Jungpflanzen benötigen bis zum Wintereinbruch eine konstante Feuchtigkeitsversorgung, um Wurzelwachstum und Anwachsprozess zu sichern.

  • Auch bei herbstlicher Pflanzung ist eine gezielte Bewässerung notwendig – besonders in den ersten Wochen nach dem Einsetzen.

Containerpflanzen und Topfpflanzen im Freien
  • Pflanzkübel und Töpfe trocknen schneller aus als offene Beete, selbst im Herbst.

  • Kontrollieren Sie den Feuchtigkeitsgrad regelmäßig und gießen Sie bei Bedarf. Auch im Oktober kann eine tägliche Kontrolle notwendig sein.

Ein häufiger Irrtum ist, dass der Regen im Herbst ausreicht, um die Pflanzen ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen. Tatsächlich reichen viele Herbstniederschläge nicht aus, um die Wurzelbereiche tief genug zu durchfeuchten – besonders bei dichter Bepflanzung, dichten Böden oder in überdachten Gartenbereichen.

Die richtige Bewässerung im Herbst besteht nicht aus einem einfachen „An“ oder „Aus“. Stattdessen sollten Sie die Gießmenge, Häufigkeit und Steuerung sorgfältig auf den tatsächlichen Bedarf Ihrer Pflanzen abstimmen.

So sichern Sie eine gesunde Überwinterung und beugen Schäden durch Trockenheit oder Fäulnis gezielt vor.

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